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Zahngoldspenden aus Erding helfen Leben retten

von: Manuela Ortmann
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„Viele unserer Patienten spenden ihr Zahnaltgold und helfen damit das Leben von Leukämiepatienten zu retten!“ freuen sich die beiden Zahnärztinnen Michaela Fekl und Dr. Melanie Frauendorf. Seit 2016 führen sie Am Bahnhof 9 in Erding eine gemeinschaftliche Praxis für Zahnheilkunde, die Michaela Fekl im Jahr 2014 von ihrem Vorgänger übernommen hatte. Schon in den Jahren 2014 und 2015 durfte sich die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern über eine großzügige Zahngoldspende der Praxis Fekl freuen. Damals betrug der Gegenwert des gespendeten Zahnaltgoldes stattliche 1.739,51 EUR.

Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) freute sich riesig, dass die beiden Inhaberinnen der Gemeinschaftspraxis die Zahngoldspende zugunsten der AKB weiterführen wird. Patienten der Praxis Fekl/Dr. Frauendorf, die ihr Zahnaltgold spenden, unterstützen aktiv den Kampf gegen Leukämie. Flyer und Plakate informieren die Spender in der Praxis darüber, wie eine Zahngoldspende dazu beiträgt, Leukämiepatienten die Chance auf Heilung zu schenken, denn durch eine Stammzelltransplantation ist dies tatsächlich möglich. Allerdings muss der passende Stammzellspender gefunden werden. Leider wartet aber noch immer jeder zehnte Patient vergeblich auf seinen genetischen Zwilling. Jährlich scheiden zudem tausende von Spendern aus der Datei der AKB aus, weil sie die gesetzlich festgelegte Altersgrenze erreichen oder selbst erkranken. Deshalb ist es immens wichtig, dass der bestehende Pool an Stammzellspendern weiter ausgebaut wird. Doch die Neuaufnahme von Stammzellspendern kostet viel Geld. 40 EUR muss die AKB für die Aufnahme jedes neuen Stammzellspenders aufwenden, die eine kostenintensive molekulargenetische Analyse der Gewebemerkmale umfasst. Diese Kosten werden weder vom Staat noch von den Krankenkassen getragen. Hierfür werden die Zahngoldspenden dringend benötigt, denn jeder neue Stammzellspender ist ein potenzieller Lebensretter.

Über zwei Jahre sammelte das Team der beiden Zahnärztinnen die Zahngoldspenden der Patienten. Im Oktober 2017 durfte die Stiftung AKB dann das wertvolle Spendenmaterial abholen. Eine Scheideanstalt trennt Edelmetalle, wie Gold, Silber, Platin und Palladium ab und analysiert deren Wert. Erfreulicherweise verzichtet die Scheideanstalt auf eine Bezahlung der Bearbeitungskosten und spendet diese ebenfalls. So kommt der Gegenwert der Zahngoldspenden zu 100 % der Stammzellspende zu Gute. In den beiden Jahren 2016 und 2017 kamen in der Praxis Fekl und Dr. Frauendorf sagenhafte 3.356,22 EUR zusammen. Freudestrahlend nahmen Frau Fekl und Frau Dr. Frauendorf die Dankesurkunde der Stiftung AKB entgegen. Sie bekräftigten, das Projekt weiterhin zu unterstützen: „Wir hoffen, viele Kollegen und Kolleginnen folgen unserem Beispiel und tragen ebenfalls dazu bei, dass Leukämiepatienten wieder gesund werden können!“


Bilder zum Beitrag

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Die beiden Zahnärztinnen Dr. Melanie Frauendorf (links) und Michaela Fekl aus Erding freuen sich über die Dankesurkunde der Stiftung AKB für den Erlös aus den Zahngoldspenden ihrer Praxis.

 

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Autoren

  • Thumb akb 013
    Manuela Ortmann

    Seit 2008 bin ich für die Stiftung AKB tätig. Als Schwäbin (Oberschwaben) fühle ich mich in meiner Wahlheimat München im Herzen von Bayern sehr wohl. Die Arbeit bei der Bayerischen Spenderdatei (Stiftung AKB) macht mir sehr viel Freude, hier kann ich wirken und immer nah am Menschen sein.

  • Thumb martin
    Martin Prankl

    Knochenmarkspender, Vollblut-Bayer und als Kommunikator aktiv für die AKB.

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